Nostalgie

Anfang Mai 1994 wurde die 1. Version von PizzaConnect bei meinem damaligem Chef (Alberico Murano, Bad Oeynhausen) auf einem AT-286er mit 12 MHZ installiert. Ich programmierte zu der Zeit sogar noch auf dem alten Schätzchen XT IBM 8088. Jedenfalls gehörten die ständigen Rechenfehler und falsche Strassenangaben endlich der Vergangenheit an. Es brauchte schon viel Überzeugungsarbeit, daß er dieses System überhaupt installierte. Nicht mal 3 Monate später sagte er, er könne ohne dieses System nicht mehr leben… Und er sah, daß es gut war, und kaufte einen 486er mit 40 MHZ… aber mehr brauchte man auch nicht!

Die erste DOS-Version (unter DOS 6.22)

Der Look & Feel wurde von einem damaligen IBM VT100 Emulationsprogramm abgekupfert. Eine grafische Herausforderung mit den TEXT-GRAFIK-Zeichensatz… Natürlich gab es KEINE Mausunterstützung, selbst die ALT-Taste war programmtechnisch nicht einfach so einsetzbar (TurboBasic von Borland). Es wurde per PFEIL-Tasten oder roten Buchstaben navigiert. Die Programmierung einer Oberfläche ging mäßig und schwierig, Schnickschnaks konnte man sich nicht erlauben – das vollkommen grafisch aufgebaute Programmiersystem Delphi (ebenfalls Borland) war noch in weiter Ferne…

Die ganze Hysterie um die Jahr-2000 Kompatibilität und selbst dem EURO hatte dem Programm nichts angetan. Es lief bis zuletzt ohne Änderung bis ca. Juni 2002 bei dem Italiener…

Das Bestellprogramm, hatte wie heute auch, schon eine TagesInfo (hier “Übersicht” per F4). Überhaupt sind viele Eigenschaften von damals in die heutige Version übernommen worden, weil sie schlicht und ergreifend „GUT“ waren. Deutlich sieht man die einzelnen Teilbereiche, die in der heutigen Version entsprechend einem Touchscreen und der Mausbenutzung angepasst wurden. Kunden wurden per fester Kundennummer zugewiesen, allerdings konnte man auch (per F5) nach Kundenname oder -telefon suchen. Die Artikel gab man in ähnlicher Weise ein. Es wurde aber z.B. noch kein preislicher Unterschied bei den Pizzagrößen zu den Zutaten gemacht. Daher kosteten Champignons immer 1,50 ; ob groß oder klein. Ein weiteres Manko bestand darin, dass man nur den letzten Artikel ändern konnte. Sagte der Kunde nun, “die 54 aber 2x” musste man erstmal die 66 und 54 löschen und alles neu eingeben. (Tatsächlich gab es auch eine Version 1.5, die damit umgehen konnte. Kam aber nie raus, da der (neue) Auftraggeber vorher pleite ging). Gedruckt wurde EPSON kompatibel (Breit- / Normalschrift) auf einen Nadeldrucker. Damals war alles teuer, selbst das Papier. Um zu sparen, wurde nur ein einziger Zettel gedruckt und daneben der Küchenabschnitt, der mit der Schere abgeschnitten wurde !!!! Heute sind Bondrucker verfügbar, die das viel professioneller erledigen, sogar mit Selbstabschneider!

Eine rudimentäre Kundenverwaltung: Wurde eigentlich nie benutzt, da man auch im Bestellprogramm die Kundendaten pflegen konnte. Bevor jedoch das Bestellprogramm einwandfrei lief, konnten wir seine über 1200 Kunden schon mal aus einer handgeschriebenen Kladde abtippen…

Die Artikeldatenbank ist ja schon fast das wichtigste – damit überhaupt Bestellungen aufgenommen werden können. Heute gibt es natürlich einige Datenbankfelder mehr. Eine Warengruppenverwaltung gab es auch nicht. Dafür aber für den Italiener das Kundenfangmittel: Mittags alle Pizzen 1,- weniger, mittwochs und freitags alle Pizzen 8,- (DM!!!)

Die erste Windows-Version (unter Win 3.1)

Wie an dem Datum oben zu erkennen, begann ich weit vor 1997 (als das Programm erstmals im Internet veröffentlicht wurde), die Entwicklung. Deutlich ist der bis heute gültige Aufbau der Fensterabschnitte… Jedoch war ich des Programmnamens noch nicht sicher – sicher war nur, es sollte einfach zu bedienen sein (Simple!).

Zu meinen noch heute gültigen Versionsnummern sei gesagt, das ich das Build (also die Compilerzählung) immer von Delphi hochzählen lasse. So ist z.B. die aktuelle Version 7.9.2-599 ein Abbild davon, das ich (von mir aus) gesagt habe, es ist die Version 7.9 – die 2. Veröffentlichung, Compilerzählung wie eh und je.

Die Nebenversionnummer x.1 x.2 wird also hochgezählt, wenn sich besondere Erweiterungen in der Software ergeben haben. Bis x.9! Dann wird auf x+1.0 wieder angefangen. Meistens sind x und x+1 nicht unbedingt kompatibel, aber ich habe durch das Auto-Update (Funktionen in der Software selbst) sichergestellt, das die neue Version immer auf alte Datenbestände weiterläuft – genauer diese sich auf die neuen Gegebenheiten aktualisiert. Durch das in meinen Augen flexible .DBF Format ist sogar eine Wiederherstellung der alten Version ohne Probleme möglich. Aber im Grunde sollte man einen Hauptversionsnummern Sprung als ein Way of no Return sehen.

Ein wenig feiner und Positionierung der wesentlichen Bedienelemente + / – Taste, Drucken, Ende und sogar die heute am linken Rand platzierten Funktionen sind schon ansatzweise zu erkennen.

Die erste Windows-Version (unter Win 95)

Im Jahre 1998 kam dann nochmal ein größerer Umbruch, nämlich die Umwandlung auf Win95-Format mit Boland Delphi 3.

Im Jahre 2003 wurde unter einem neuen Vertreiber die Software in „CassaForte“ umbenannt, denn mittlerweile wird die Software nicht nur in Lieferdiensten eingesetzt, sondern lässt sich dank Tisch- und Kellnerverwaltung auch in Restaurants einsetzen. Dabei werden übliche Bondrucker (EPSON) und Kassenschubladen angesteuert.

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